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Über Annika / Oma und Opa vermissen / UK Zuhause / Weihnachtszeit / Restaurant-Buch

Unterstützte Kommunikation sollte im Alltag zu etwas Selbstverständlichem werden, denn nur so können Selbstbestimmung und Teilhabe des unterstützt Sprechenden gefördert
und (ein-)gefordert werden.
Die Förderung von Unterstützter Kommunikation bei uns zu Hause klappt immer dann am besten, wenn sie aus einer natürlichen Situation heraus geschieht.
Künstlich geschaffene Situationen, um z.B. etwas einzuüben oder zu wiederholen, meidet Annika und arbeitet nicht oder nur sehr widerwillig mit. Diese Form der Förderung akzeptierte sie nur in der Schule und nun in der Tagesförderstätte, zu Hause jedoch nicht.
Damit Selbstbestimmung und Teilhabe von Annika überhaupt ausgeübt werden können, gibt es im Haus feste Plätze für UK-Angebote. Das hat sich sehr bewährt, denn so entstehen immer wieder Erzählanlässe und Diskussionen mit ihr. Annika hat gelernt, sich mit Hilfe der angebotenen UK-Materialien auszudrücken und uns ihre Wünsche mitzuteilen.
Es kommt natürlich auch vor, dass wir Annika in bestimmten Momenten einfach nicht verstehen, wenn sie uns gerade etwas mitteilt oder etwas Bestimmtes von uns will. Da es ihr aber (so) sehr wichtig ist, dass wir sie verstehen, sucht sie in den angebotenen UK-Materialien so lange, bis sie entweder die passende Bild -/Symbolkarte oder das bestimmte Ereignis auf einem Foto (im aktuellenTagebuch/in alten Tagebüchern), gefunden hat. Sie (über-)gibt uns dann die Bild-/Symbolkarte oder tippt auf das entsprechende Foto und erwartet dann von uns, dass wir nun den Zusammenhang und somit Annikas Anliegen verstehen! Das klappt zum Glück auch fast immer und zeigt gleichzeitig, wie wichtig ein ständiger Zugang zu UK-Materialien ist, und dass alles seinen Ort und Platz im Haus gefunden hat.



Im Flur hat sich schon immer die große Informationswand befunden und sieht seit drei Jahren so aus. Annika geht mehrfach am Tag an ihr vorbei und bemerkt sofort, wenn z.B. Änderungen im Wochenablauf geklettet wurden oder neue Bild-/Symbolkarten hinzugekommen sind. Ganz neu ist eine Übersicht der Monate (www.metacom-Symbole.de). Der aktuelle Monat wird durch eine rote Umrandung gekennzeichnet. Die Monatssymbole finden sich auf den einzelnen Tagebuchblättern in Annikas Tagebuch wieder.





Die Uhr setze ich immer dann ein, wenn noch eine halbe oder eine viertel Stunde gewartet werden muss, bis wir losgehen oder -fahren können. Annika ist in solchen Situationen immer sehr unruhig und will sofort los. So sieht sie, dass sie noch warten muss. Gerne dreht sie dann den Minutenzeiger weiter oder nimmt das Symbol ab, um mir zu sagen, dass es jetzt losgehen soll.


In der Küche hängt neben dem Kühlschrank eine Magnettafel mit einer Kommunikationstafel* und einer einzelnen Bild-/Symbolkarte. Es stört oder behindert Annika nicht, dass dort auch Werbung und die Küchenschürzen hängen.
Die kombinierte Bild/Symbol Karte mit der Aussage "Papa kommst Du essen?" nimmt Annika selbstständig und überbringt sie ihrem Vater, wenn das Essen/Abendbort fertig ist. Diese Aufgabe übernimmt sie gerne und führt sie sehr gewissenhaft aus ;-).

Täglich, wenn Annika aus der Tagesförderstätte kommt, nimmt sie die Übersicht mit möglichen Essensangeboten ab und tippt auf das Symbol oder Foto des Lebensmittels, das sie essen will. Gerne isst sie vor dem Abendbrot Milchreis, der nun schon seit einiger Zeit durch einen Griesbrei mit Obst, ersetzt wurde. Sie tippt auf das Foto mit der Milchreistüte und weiß gleichzeitig auch, dass es "Milchreis-Griesbrei" nur einmal wöchentlich gibt. Daher wird an den anderen Tagen immer diskutiert, was es statt Milchreis-Griesbrei zu essen geben kann.
Die Diskussion sieht folgendermaßen aus: Ich tippe auf Obst, Annika auf Eis. Auch Eis gibt es nur einmal wöchentlich. Je nachdem, ob es schon Eis gab, tippe ich entweder auf ja oder nein. Bei nein, mache ich z.B. den Vorschlag Obst. Das findet sie meist nicht gut und tippt auf Joghurt... So einigen wir uns entweder oder Annika muss warten, bis es Abendbrot gibt.



In Annikas Zimmer befindet sich eine weitere Magnettafel, Aufbewahrungskartons für
die Bild-/Symbolkarten, sowie selbstgestaltete oder von www.metacom-symbole.de
heruntergeladene Bücher.
An der Magnettafel hängen u.a. Fotos von Gebäuden und Plätzen in unserem Ort, wo wir regelmäßig einkaufen, Essen gehen oder gut andere Menschen beobachten können. Annika mag das sehr. Personen sind auch auf der Magnettafel zu finden.



Annika liebt die selbstherstellten Klappbücher, die Fotos von Tieren, Menschen oder Lebensmitteln zeigen und Geschichten erzählen. Gerne nimmt sie sich die Bücher und schaut sie sich für einen kurzen Zeitraum auch mal alleine an.
Viel schöner ist es jedoch für sie, wenn man sich dazu setzt. Sie holt sich dann ein Buch und fängt an, sehr lebhaft und lebendig eine Geschichte dazu zu erzählen. Dazu blättert sie zu der Seite, über die sie gerade spricht, schaut einen kurz an, erzählt weiter, blättert weiter oder tippt zusätzlich auf die Menschen, Tiere oder Lebensmittel auf dieser Seite.




Diese fertigen und toll gestalteten Bücher von Sabina Lange habe ich von
www.metacom-symbole.de herunter geladen, in der Hoffnung, Annikas Interesse zu wecken. Sie findet das Buch "Wo ist das Meerschweinchen?" am besten und hat es oft in der Hand. Zusätzlich zu dem Buch und ohne dass ich es ihr gezeigt oder vorgemacht habe, sucht sie sich immer die passenden Schleich-Tiere aus.





Im Wohnzimmer liegt das Kommunikationsbuch *, das Annika am meisten zur Kommunikation mit mir und anderen Personen einsetzt.
Symbole und Fotos, die immer zur Verfügung stehen sollen, habe ich außen auf dem DIN A4 großen Blatt angeordnet. Einzelne Kategorien befinden sich in der Mitte und bestehen aus "Spielen", "Tätigkeiten", "Familie", "Freunde", "Einkaufen", "Tafö", "Fernsehen", "Bad" und "Essen".
* Kommunikationstafel Küche/Kommunikationsbuch erstellt mit Tabulo 2, www.probatusoft.de

** Ringbindung bei den Büchern von Sabina Lange Clickman Click-Bindegerät + Bindezubehör oder Kabelbinder

 
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