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UK-Ideen > Individuelle Bücher
 
Individuelle Themen- und Ferienbücher ermöglichen Teilhabe, Mitbestimmung und auch einen (kleinen) Einblick in die Gedankenwelt  

 
Seitdem ich für Annika Tagebuch schreibe, seit 2002, habe ich auch begonnen Ferientagebücher zu schreiben oder einfache Foto- und Themen-Bücher, z.B. über ihre Vorlieben herzustellen.
In der Zeit, in der Annika noch zur Schule ging, waren die Ferientagebücher auch bei ihren Klassenkameraden sehr beliebt. Gemeinsam mit ihr wurden sie angeschaut, kommentiert und auch über die eigenen Ferienerlebnisse berichtet. Für alle Beteiligten ein schönes und bedeutsames Miteinander, bei dem sprachliche Barrieren kaum eine Rolle spielten.
 
Die Ferientagebücher, Ich-Bücher oder Themen-Bücher sind auch heute noch sehr wichtig für Annika, denn sie ermöglichen ihr Teilhabe in ihrem persönlichen Lebensumfeld. Annika sucht sich mittlerweile die Personen selbst aus, mit denen sie ihr Buch ansehen will! Sie zeigt auf die Ereignisse, die ihr wichtig waren und „erzählt“ dazu in ihrer Sprache. Ich beobachte diese Momente, denn sie geben mir auch Einblick in ihre Gedankenwelt.  
Darüber hinaus entstehen ständig weitere Bücher zu bestimmten Themen oder Aktivitäten, die Annika zu diesem Zeitpunkt sehr interessierten und einen tiefen Eindruck bei ihr hinterlassen haben.  
Bei der Auswahl der Fotos für die Bücher, die ich entweder mit meinen Smartphone oder einem iPad machte und anschließend auf ihr iPad lud, beobachtete ich Annika vorher. Annika ist immer sehr begierig sich neue Fotos anzusehen und im Laufe der Zeit merke ich mir, welche Fotos sie sich besonders häufig angesehen hat.
         
(mehr zu diesen Büchern unter "Symbol-Bücher")

Die Gestaltung der Bücher ist sehr unterschiedlich und zum Teil davon abhängig, welchen Zweck sie erfüllen sollen. Die Bücher eignen sich z.B. auch sehr gut dazu, neue Symbole in Zusammenhang mit Ereignissen einzusetzen, um damit ihre inhaltliche Aussage zu erklären.  
 

(mehr zu diesen Fotobücher unter "Themen-Bücher")

Ich habe auch viele „einfache“ Fotobücher zu bestimmten Tierarten hergestellt. Diese Bücher
sind für Annika immer noch interessant und bedeutsam, auch wenn sie zum Teil schon recht alt sind. Wenn sie darin blättert und erzählt, modele ich mittlerweile am iPad mit der APP MetaTalkDE ihre und/oder meine Aussagen dazu.
 

(mehr zum Restaurant-Buch hier)

Die Idee bei Büchern einen für alle Seiten eines Buches zugänglichen Kernvokabular-Streifen einzusetzen, macht es zudem möglich, spontan auf Äußerungen zu reagieren oder selbst zu kommentieren. Teilhabe und Mitbestimmung können auf diese Weise gut ermöglicht werden.
Meine Motivation für immer neue Bücher beziehe ich aus den gemeinsamen Erlebnissen, meinen Beobachtungen und auch aus einem Artikel von Martin Gülden den uns damals Annika´s Klassenlehrerin (2002) gab und der nach wie vor in seiner Aussage aktuell ist:
Ich übertrage dieses Zitat auf unser Klientel: „ Die eigene Lebensgeschichte wird von Nichtsprechenden viel schwieriger erinnert als von Menschen, die sprechen können. Wer das Vergangene nicht im Umgang mit Sprache präsent halten kann, wird zu einer geschichtslosen Existenz“.
Ein Kind hat keine Biographie, wenn es nicht erzählen kann, was es erlebt hat. Das Erzählen von etwas, was bereits geschehen ist, muss eine enorme Auswirkung auf ein Kind haben. Es entwickelt sich zu einem eigenständigen Gesprächspartner, es speichert das eigene Erlebte auch über die Wiederholung sorgfältiger ab, es entwickelt ein Interesse an dem, was geschehen ist und an dem, was noch geschehen wird.“ (Minfo 2-2002, Zeitschrift von PRD, S.2)
Vollständiger Artikel hier

Das Abspeichern von Erlebnissen die Annika interessieren, kann ich zu 100% bestätigen. Darüber hinaus hat sich Annika mir gegenüber zu einem aktiven Kommunikationspartner entwickelt und bei Personen die sie und ihre Lebensgeschichte (noch) nicht so gut kennen, sind die Bücher sehr hilfreich.
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